- Rankingverlust
Google-Rankings gesunken? So finden Sie die Ursache
- Ursachenanalyse
Warum Rankings sinken, auch wenn Sie nichts geändert haben
Zum Merken
Wer zuerst Ausmaß, Zeitpunkt und betroffene Seiten eines Rankingverlusts klärt, findet die Ursache schneller und vermeidet unnötige Eingriffe.
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Den Rankingverlust in der Search Console eingrenzen
Bevor Sie Inhalte umschreiben oder Technik umbauen, sollten Sie den Rankingverlust sauber eingrenzen. Google empfiehlt dafür den Leistungsbericht in der Google Search Console. Dort sehen Sie, ob Impressionen und Klicks gleichzeitig zurückgegangen sind oder nur die Klicks. Sinken nur die Klicks, liegt das Problem oft nicht im Ranking selbst, sondern bei Seitentitel und Snippet oder bei attraktiveren Suchergebnissen anderer Websites.
So gehen Sie Schritt für Schritt vor:
- Zeitraum erweitern: Wählen Sie die letzten 16 Monate. So erkennen Sie, ob der Rückgang jedes Jahr zur gleichen Zeit auftritt, etwa wegen Feiertagen oder saisonaler Nachfrage.
- Zeiträume vergleichen: Nutzen Sie den Vergleich „letzte 3 Monate mit vorherigem Zeitraum“ oder „im Jahresvergleich“ und prüfen Sie alle Tabs: Suchanfragen, Seiten, Länder, Geräte und Darstellung in der Suche.
- Suchtyp filtern: Kontrollieren Sie, ob der Verlust in der Websuche, in Google Bilder oder in den Tabs für Videos und News auftritt.
- Betroffene Seiten finden: Sortieren Sie die Seitentabelle nach der Differenz der Klicks. So sehen Sie, welche URLs am meisten verloren haben.
Entscheidend ist die Frage nach dem Umfang: Sind fast alle Seiten gleich stark betroffen, handelt es sich laut Google um ein websiteweites Problem. Verursachen nur wenige Seiten den Großteil des Rückgangs, sollten Sie gezielt bei diesen URLs ansetzen. Gerade bei langsam abrutschenden Produktseiten lohnt sich dieser Blick, denn Google weist darauf hin, dass Probleme auf einzelnen Seiten zu einem langsameren Traffic-Rückgang führen können als ein Ausfall der ganzen Website.
Noch ein Hinweis zur durchschnittlichen Position: Google rät, sich nicht zu sehr auf die absolute Position zu konzentrieren. Ein deutlicher und anhaltender Abfall ist dagegen ein klares Signal für eine genauere Prüfung.
- Technik prüfen
Technische Ursachen: Indexierung, Crawling und Umzüge
Technische Fehler können verhindern, dass Google Ihre Seiten crawlt, indexiert oder in den Suchergebnissen anzeigt. Sie betreffen entweder die ganze Website, etwa wenn sie nicht erreichbar ist, oder einzelne Seiten, zum Beispiel durch ein falsch gesetztes noindex-Tag.
Diese Berichte und Werkzeuge in der Search Console sollten Sie prüfen:
- Bericht zur Seitenindexierung: Achten Sie auf sprunghafte Anstiege bei Fehlern oder ausgeschlossenen URLs, die zeitlich zum Rückgang passen. Typische Ursachen sind laut Google Template-Probleme, Website-Umzüge sowie Blockaden durch noindex, robots.txt oder Login-Seiten.
- URL-Prüfung: Testen Sie einige der betroffenen Seiten einzeln. Hat Google eine andere Seite als kanonisch ausgewählt, erscheint Ihre Seite nicht in den Suchergebnissen.
- Crawling-Statistiken: Prüfen Sie, ob es Auffälligkeiten gibt, die zum Zeitpunkt des Rückgangs passen.
- Richtige Property: Kontrollieren Sie, ob Ihre Search-Console-Property mit der tatsächlichen Adresse Ihrer Website übereinstimmt, inklusive http oder https. Google nennt diese Verwechslung als vermutlich häufigsten Grund für „fehlenden“ Suchtraffic.
Haben Sie kürzlich den Hostnamen geändert, URLs verschoben oder von http auf https umgestellt, sind Schwankungen normal, während Google die Seiten neu crawlt und indexiert. Bei einer mittelgroßen Website kann es laut Google einige Wochen dauern, bis die Änderung erkannt wird.
Nach einer Korrektur brauchen Sie etwas Geduld: Das erneute Crawlen einer Website kann eine Woche oder länger dauern. Nach dem Beheben von Indexierungsfehlern können Sie in der Search Console eine Validierung anfordern, die laut Google ein bis zwei Wochen dauern kann.
- Externe Faktoren
Core Updates, Spam, Sicherheit und veränderte Nachfrage
Nicht jeder Rankingverlust hat mit einem Fehler auf Ihrer Website zu tun. Google verbessert laufend, wie Inhalte bewertet werden, und passt seine Ranking-Systeme entsprechend an. Mehrmals im Jahr veröffentlicht Google sogenannte Core Updates, also breite Änderungen an den Suchsystemen. Diese richten sich laut Google nicht gegen bestimmte Websites oder einzelne Seiten. Ein Verlust nach einem Update bedeutet daher nicht automatisch, dass mit Ihrer Seite etwas falsch ist.
So prüfen Sie, ob ein Update eine Rolle spielt:
- Sehen Sie im Google Search Status Dashboard nach, ob und wann ein Update ausgerollt wurde.
- Warten Sie nach Abschluss des Updates mindestens eine volle Woche und vergleichen Sie dann in der Search Console mit der Woche vor dem Start.
- Bei einem kleinen Rückgang empfiehlt Google keine drastischen Maßnahmen. Bei einem großen, anhaltenden Verlust ist eine gründliche Selbsteinschätzung der gesamten Website sinnvoll: Sind die Inhalte hilfreich, verlässlich und für Menschen geschrieben?
Zwei weitere Ursachen sollten Sie ausschließen. Erstens Spam und manuelle Maßnahmen: Verstößt eine Website gegen die Spam-Richtlinien von Google, kann sie schlechter ranken oder gar nicht mehr erscheinen. Den Bericht „Manuelle Maßnahmen“ finden Sie in der Search Console. Zweitens Sicherheitsprobleme: Erkennt Google Malware oder Phishing, können Warnhinweise vor dem Seitenaufruf erscheinen, was den Suchtraffic verringern kann. Hier hilft der Bericht „Sicherheitsprobleme“.
Schließlich kann sich auch die Nachfrage verändern. Manchmal suchen Menschen schlicht seltener nach bestimmten Begriffen, etwa saisonal oder weil sich Trends verschieben. Mit Google Trends prüfen Sie, ob der Rückgang nur Ihre Website betrifft oder ein allgemeiner Trend ist.
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- Nächste Schritte
In fünf Schritten zur Ursache und zu klaren Prioritäten
Ein Rankingverlust lässt sich am besten in einer festen Reihenfolge untersuchen. So vermeiden Sie, dass Sie an der falschen Stelle ansetzen oder vorschnell funktionierende Seiten verändern.
- Ausmaß klären: Prüfen Sie im Leistungsbericht, ob Impressionen, Klicks oder beides gesunken sind und ob die ganze Website oder nur einzelne Seiten betroffen sind.
- Muster ausschließen: Vergleichen Sie über 16 Monate und mit Google Trends, ob saisonale Schwankungen oder eine geringere Nachfrage dahinterstecken.
- Kritische Berichte prüfen: Manuelle Maßnahmen, Sicherheitsprobleme und Seitenindexierung zeigen schwerwiegende Ursachen am schnellsten.
- Updates abgleichen: Legen Sie die Daten von Core Updates aus dem Search Status Dashboard neben Ihren Verlauf.
- Inhalte bewerten: Vergleichen Sie betroffene Seiten mit besser platzierten Ergebnissen und prüfen Sie, ob Ihre Inhalte veraltet oder ungenau sind.
Bleiben Sie dabei realistisch: Kleine Positionsschwankungen können laut Google jederzeit auftreten und sich ohne Ihr Zutun wieder ausgleichen. Google rät ausdrücklich davon ab, gut funktionierende Seiten radikal zu verändern. Wenn Sie Verbesserungen vornehmen, können manche innerhalb weniger Tage wirken, andere brauchen mehrere Monate. Eine Garantie für eine bestimmte Wirkung in den Suchergebnissen gibt es nicht.
Wenn Sie keine Zeit haben, alle Berichte selbst durchzugehen, oder sich eine unabhängige Einschätzung wünschen, kann ein datenbasiertes SEO-Audit helfen, die Ursachen nach Priorität zu ordnen. Ein guter erster Schritt ist der kostenlose SEO-Check von Web-Audit. Zusätzlich bietet Web-Audit ein kostenloses, unverbindliches Erstgespräch an, in dem Sie erfahren, wo das größte Potenzial Ihrer Website liegt und ob ein Audit für Sie sinnvoll ist.
Häufige Fragen zu gesunkenen Rankings
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